Wenn es nach der sozialistischen Jugend der Steiermark geht, so soll in absehbarer Zeit dem sogenannten „kleinen Glücksspiel“ im Bundesland der Gar ausgemacht werden. Vor kurzem wurde deshalb beim Landtag ein entsprechender Antrag eingebracht, der auch von diversen Abgeordneten unterstützt wird.
Die SPÖ stimmt also intern darüber ab, ob sie sich für eine Abschaffung des kleinen Glücksspiels stark machen und in weiterer Folge die notwendigen Gesetzesänderungen fordern wird. Beflügelt sind die Initiatoren dabei mit Sicherheit vom bereits erfolgreich abgehaltenen Wiener Landtag, bei dem bereits die Mehrheit der Delegierten für eine Abschaffung stimmte. Ob sich der Wunsch nach einem Verbot in weiterer Folge auch auf Online Games, Online Sportwetten & Co. ausdehnen wird, wurde bislang nicht kommuniziert.
Geht es nach Wolfgang Moitzi, dem Vorsitzenden der sozialistischen Jugend Steiermark, so soll nun bis im Herbst – wo Landesparteitag voraussichtlich stattfindet – parteiintern verstärkt für das Anliegen geworben werden. Auf die Unterstützung von SPÖ-Abgeordneten Max Lercher kann er sich dabei schon mal verlassen. Auch er hat bereits in diversen Interviews verlautbaren lassen, dass er sich verstärkt für das Anliegen einsetzten werde. Jedoch denke er nicht nur landesparteilich, er wolle gleich bundesweit ein Verbot herbeiführen.
So auch im Burgenland, wo das kleine Glücksspiel in Bälde erlaubt sein soll. Auch dort seien bereits innerparteiliche Diskussionen losgebrochen.
Der steirische Klubobmann Walter Kröpfl sieht dies ein wenig anders, laut seinen Aussagen sei im Landtagsklub keine Änderung bezüglich des kleinen Glücksspiels geplant. Schließlich habe man erst vor kurzem die Standgebühren für Automaten angehoben, im Idealfall verdient das Land Steiermark damit um die 36 Millionen Euro im Jahr. Zwar weigern sich Automatenbetreiber bisher, die Erhöhung zu bezahlen, dennoch verdiene man auch zum jetzigen Zeitpunkt bereits 18 Millionen Euro jährlich am kleinen Glücksspiel.
Zur anstehenden Abstimmung am Landesparteitag meinte ein Sprecher von Kröpfl, dass man erst sehen werde wie diese ausgeht und anschließend die Situation neu bewerten werde.
Wenn dieses Anliegen Erfolg hat bleibt nur zu hoffen, dass sich die Politik nicht als nächstes die beliebten Online Games wie Online Sportwetten und Live Wetten vornimmt.

